David Ornelas Schreibweise und die magisch verzaubernde Stimme von Lisa Cardinale schafften es binnen weniger Augenblicke mich in ihren Bann zu ziehen.
Diese, wenn auch recht lineare, Geschichte baut besonders auf der emotionalen Beziehung zwischen Myranda und dem Zuhörer auf. Bei jedem Mal wo man über die Narration mitbekommen hat, wie herzenswarm Myranda eigentlich ist, habe ich mich persönlich noch mehr danach gefühlt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um zusammen mit Myranda mehr über ihren Hintergrund herauszufinden und ihre kleinen aber herzensguten Wünsche wahr werden zu lassen.
Die Dynamik zwischen ihrem eigentlich verschlossenem Leben im Kloster und dem Trubel durch den ungewöhnlichen Patienten im Krankenzimmer, floss dynamisch in die ersten Sequenzen und Entscheidungen mit Myranda ein. Man war stets hin und hergerissen zwischen der pflichtbewussten Rolle, die ihr auferlegt wurde und durch welche selbst kleine Entscheidungen so wirkten, als könnten sie große Auswirkungen haben und dem eigentlichen wahren Ich von Myranda, welches man in der Intro-Sequenz, aber auch subtil über die Story verteilt kennenlernt.
Das langsame Pacing passte gut zu dem ruhigeren Erzählstil und der generellen Stimmlage von Lisa Cardinale, man konnte sich gut zurücklehnen die Augen schließen und einfach Lauschen, während man in die Erzählung eintauchte.
Wenn auch das Ende sehr viel offen lässt, kann man sich über die subtil versteckten Informationen in diesem Kapitel einen eigenen Eindruck machen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Umso schwerer fällt es mir nun leider, auf eine Fortsetzung zu warten, da ich unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht.
Meiner Meinung nach eignet sich diese Geschichte am besten zum Spielen in einer ruhigen und gemütlichen Atmosphäre, in welcher man sich für etwa 45 Minuten zurücklehnen und entspannen kann. Ihre Magie behält diese Geschichte dabei am besten, wenn man sie nur einmal durchspielt, da sie als eine Art Einführung in eine größere Narrative recht linear aufgebaut ist.