Auch als Erwachsene Person hatte ich viel Spaß dieser interaktiven Geschichte zuzuhören. Die Vertonung der Charaktere durch Tim Gössler gab den Charakteren Persönlichkeit, Diversität und Farbe.
Bereits zu Beginn war klar, bei wem es sich um den Protagonisten handelt. Das Interessante an dieser Geschichte war, dass es für mich als Spieler anders als in den meisten TWIST-Tale Geschichten bis kurz vor dem Ende kein klares Ziel gab. Stattdessen gab es nur eine Regel zu beachten: Nichts anfassen. Eine kreative Art, den Namen und die Bedeutung der Geschichte mit dem Spielziel zu verbinden.
Auf diese Weise konnte ich mich schnell selbst in der Rolle des kleinen Neugierigen Goblin wiederfinden und war selbst dann doch meist interessiert daran mit Objekten zu interagieren. Kleine Entscheidungen wie die Vorgehensweise beim Inspizieren eines Aquariums konnten so bereits eine eigene Dynamik und Spannung erzeugen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das diese Dynamik auch bei Kindern gut ankommen könnte: Brav verhalten, aber die eigenen Interessen ignorieren, oder Neugierig bleiben und alles erforschen, -das kann auch aus pädagogischer Sicht interessant betrachtet werden.
Allerdings kam man selbst bei einer möglichst braven Spielweise nicht darum herum, Ärger mit den Schullehrer oder Zoff mit Klassenkameraden zu bekommen. Da dies bereits für mich, aufgrund eines Fehlenden triftigen Grundes für den Ärger, etwas bestrafend wirkte, kann ich mir vorstellen, dass Kinder welche das Spiel “brav” durchspielen wollen, enttäuscht darüber sein könnten, für die für sie sich richtig anfühlende Entscheidung vom Spiel bestraft zu werden.
Natürlich kommt noch hinzu, dass diese Geschichte aufgrund der Tatsache das sie die Vorgeschichte zu einer anderen Story von Corinna Rindlisbacher ist, nur ein Ende hat. Daher ist diese Geschichte am besten zu genießen, wenn man sich bewusst ist, dass sie danach in einem anderen Medium weitergeht.