Besonders interessant war in dieser Story die gut umgesetzte “Ich” Erzähler Perspektive. Man wusste gleich wen man spielt und das die Erzählerin, die Protagonistin selbst ist. Für jüngeres Publikum kann die Ich-Perspektive zu beginn aber vielleicht etwas verwirrend sein
Der Wandel von Doris in dieser Story war aber am schönsten mit anzusehen. Am Anfang noch die kleine Schüchterne Tochter von zwei Monsterforschern, schafft sie es über die Story hinweg ein paar der Monster sogar besser kennenzulernen als ihre Eltern und trifft moralisch sehr schöne Entscheidungen. Die Persönlichkeit von Doris wurde super von Fanny Bechert umgesetzt und hat mich genau in die oben beschriebene Gefühlslage gebracht, außerdem konnte man durch ihr Sprachtempo und die Tonlage gut zwischen den anderen Stimmen unterscheiden.
Das einzige Problem dabei: Ich hätte mir gewünscht, mehr Teil dieser Wandlung zu sein, sie aktiv beeinflussen zu können. Es hätte sich super belohnend angefühlt am Ende die Wahl zu haben, so wie die Eltern zu werden, oder einen eigenen Weg zu finden (so wie es jetzt tatsächlich auch war). Außerdem gab es oft viele Stellen, in welchen man lange warten musste, bis man Entscheidungen treffen konnte. Konträr zum recht interaktiven Anfang hat mich das kurzzeitig ein bisschen aus der Bahn geworfen.
Die Rätsel waren lustig zum mitmachen, simpel aber spaßig. Genau hier wurde man für das richtige Aufpassen und lösen der Rätsel belohnt. Das große, über den Verlauf der Story laufende Rätsel hätte man jedoch noch mehr die Zuhörer selbst lösen lassen können.
Ich denke am besten eignet sich diese Story insgesamt für ältere Kinder oder Heranwachsende / Jugendliche im jungen Alter.
Nur mit noch ein bisschen mehr Interaktivität (sowie Vernetzung der Entscheidungen mit dem Wandel der Protagonistin) und emotionaler Bedeutung der eigenen Entscheidungen hätte diese Story noch besser sein können. Dennoch großen Respekt, ich würde mich freuen eine weitere Episode hiervon hören zu können.